Sie befinden sich hier:  Window.de » Verband Fenster + Fassade » Presse & Medien » VFF e-Ticker » 2020 » e-Ticker 9/10 2020

e-Ticker 9/10 2020

VFF e-Ticker 9/10 2020

Zweiter VFF-Architektentag am 12. November 2020 Perspektiven für die Gebäudehülle

„Neue Perspektiven für die Gebäudehülle: innovativ, transparent, multimedial“ – so lautet das Thema des Architektentages, zu dem der Verband Fenster + Fassade (VFF) und die Fachzeitschrift Detail am 12. November 2020 um 16.00 Uhr nach Frankfurt am Main einladen. Zu den Experten, die auf dieser Veranstaltung im re:mynd eastside in der Hanauer Landstraße 154 vortragen, gehören renommierte Architekten, Hochschullehrer und Fassadenplaner wie Werner Frosch, Lucio Blandini und Rudi Scheuermann. Die Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen vergibt für diese Veranstaltung Fortbildungspunkte. Aufgrund der Pandemiesituation und der hohen Zahl von Anmeldungen wird der VFF die Veranstaltung auch online anbieten. Für die Online-Teilnahme können allerdings keine Fortbildungspunkte vergeben werden. Die vollständige Pressemeldung finden Sie hier
In einem Brief hat der VFF vor wenigen Tagen seine Mitglieder über diese Veranstaltung informiert und einen Flyer zur Ansprache von Architekten beigelegt, um diese auf die kostenfreie Veranstaltung mit hochkarätigen Referenten hinzuweisen.

Und direkt zur Online-Anmeldung gelangen Sie hier: Architektentag Online-Seminar

Aktuelle politische Themen Neues EU-Klimaziel und Baukindergeld

Auch wenn die Corona-Thematik nach wie vor die Tagespolitik bestimmt, sind doch nach und nach die relevanten anderen Themen der Politik wieder mehr in den Fokus getreten. Eine herausragende Nachricht für die Baubranche und damit auch die Fenster- und Fassadenbranche war die kürzliche Information der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, dass sie bis 2030 die Einsparziele für Kohlendioxidemissionen von 40 auf mindestens 55 Prozent erhöhen und Europa zum ersten klimaneutralen Kontinent machen will. 

Der Förderzeitraum des Baukindergelds wurde vor wenigen Tagen um drei Monate bis zum 31. März 2021 verlängert. Familien mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren im Haushalt und einem zu versteuernden Haushaltseinkommen/Jahr nicht über 75.000 Euro und zusätzlich 15.000 Euro pro Kind, also bis 90.000 Euro Haushaltseinkommen bei einem Kind und 105.000 Euro bei zwei Kindern, können diese Förderung beantragen. Die Meldung des  Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat finden Sie hier.

"Dies sind Aussichten und Meldungen, die unserer Branche trotz der schwierigen wirtschaftlichen Gesamtlage gute Chancen bieten, kurz- und mittelfristig ohne größeren Schaden durch die Krise zu kommen", betont VFF-Geschäftsführer Frank Lange.  
 

JETZT HYBRID: VFF-Fachtagungen im Herbst Marktzahlen und Baurecht in Zeiten der Corona-Pandemie

Die enormen politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie bestimmen die Themen der beiden VFF-Fachtagungen über Statistik und Markt am 20. Oktober 2020 sowie VOB und Recht am 5. November 2020, im Hybridformat jeweils im Intercity Hotel am Frankfurter Flughafen und gleichzeitig auch online. „Die Corona-Krise ist aktuell die größte gesellschaftliche Herausforderung. Deshalb prägt sie auch maßgeblich das Programm unserer beiden Fachtagungen“, erklärt Frank Lange, Geschäftsführer des VFF. „Um diese beiden Veranstaltungen auch als Präsenzangebote zu ermöglichen, achten wir penibel darauf, dass alle Corona-Schutzmaßnahmen eingehalten werden.“

Rückblick I: Neuer VFF-Präsident stellt sich der Fachpresse vor

Zusammen mit seinem Vorgänger Detlef Timm (zweiter von links) stand der neue Präsident des Verbandes Fenster + Fassade (VFF) Helmut Meeth (zweiter von rechts) am 10. September 2020 der in großer Anzahl vertretenen Fachpresse Rede und Antwort. Die VFF-Geschäftsführer Frank Lange (rechts) und Frank Koos (links) nahmen ebenfalls an dem Termin teil, der in der Heimat des neuen Präsidenten, dem Firmensitz der Helmut Meeth GmbH & Co. KG, in Wittlich in der Eifel stattfand. Da dort vorher das VFF-Präsidium getagt hatte, konnte Meeths Vorgänger Detlef Timm, jetzt Vizepräsident des VFF, auf seine Amtszeit zurückblicken und die gemeinsam mit Helmut Meeth entwickelten Perspektiven erläutern. Lesen Sie die VFF-Pressemeldung dazu. Im Anschluss an den Pressetermin waren die Teilnehmer zu einer Betriebsbesichtigung eingeladen.
 

Rückblick II: Erfolgreiche VFF-Fachtagung Marketing

Die VFF-Fachtagung Marketing und Vertrieb fand am 22. September 2020 in Frankfurt (Mörfelden Walldorf) mit rund 65 Teilnehmern statt, davon ca. 40 online (auf dem Foto oben ein Blick über die Streaming-Technik in den Saal während der Begrüßung der Teilnehmer durch VFF-Geschäftsführer Frank Lange). 

Die Hybridveranstaltung stand unter dem Motto „Kreative Lösungen in herausfordernden Zeiten“. Stichworte zu den herausfordernden Themen sind „Situation der Wohnungswirtschaft“, „Smart Home“, „Aktuelle Fördermaßnahmen“ und „Corona und die digitale Transformation". Dazu kam die Präsentation der neuen Kommunikationskampagne des VFF. „Solch eine große Veranstaltung im Hybridformat birgt gerade in der jetzigen Situation steigender Infektionszahlen selber jede Menge Herausforderungen“, betonte Frank Lange, der Geschäftsführer des VFF. „Ich bin froh, dass wir mit den Vorträgen und den anschließenden Diskussionen so eine gute Resonanz bei den Teilnehmern gefunden haben.“ Die Pressemeldung dazu finden Sie hier.
 

Merkblatt ES.02 neu An das Gebäudenenergiegesetz angepasst

Der Technische Ausschuss des VFF hat am 24.September 2020 das VFF-Merkblatt ES.02: 2020-09 „Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) für Fenster, Türen und Fassaden“ (zuvor: Energieeinsparverordnung 2014) überarbeitet und neu veröffentlicht. Das Merkblatt ES.02 wurde damit an das neue Gebäudeenergiegesetz GEG angepasst, das am 1. November 2020 in Kraft tritt. Das GEG führt die bisherigen Regelungen von EnEG, EnEV und EE-WärmeG zusammen.

Zu den Neuerungen und Anpassungen des Merkblattes zählen der Hinweis auf die geänderte Anforderung an die Ausführung der Gebäudehülle und die neuen Kennwerte für Glasdächer und (Dach-)Lichtbänder zur Referenzberechnung der Wohngebäude. Zu den Überarbeitungen gehören weiterhin die Aktualisierung von Bildern, das neue Kapitel 2.1.7 „Vereinfachtes Nachweisverfahren von Wohngebäuden“, die Änderung der Regelungen für Erweiterung und Ausbau um beheizte oder gekühlte Räume sowie das neue Kapitel 2.4 „Alternativer Nachweis (Innovationsklausel)“. Neu ist auch die Verpflichtung der Fachunternehmen, bei Angebotsabgabe den Eigentümer in bestimmten Fällen schriftlich auf die Pflicht zur Führung eines Beratungsgesprächs hinzuweisen. Schließlich gibt es einen neuen Anhang 2 „Gliederungsübersicht des GEG zur Nachweisführung“, eine Aktualisierung des Ausblicks auf eine künftige Neufassung des GEG sowie eine Bezugnahme auf neue Studien des IBH Ingenieurbüro Prof. Dr. Hauser GmbH vor allem zum Thema solare Einträge durch die transparente Gebäudehülle. 
Die komplette Pressemeldung zum neuen Merkblatt ES.02 finden Sie hier.
 

Neue Musterbauordnung Barrierefreie Fenstertüren im Fokus

Die vorgesehene Änderung der Musterbauordnung (MBO), die sich zur Zeit in der Anhörung befindet, sieht für den § 50 „Barrierefreies Bauen“ eine Ergänzung vor, wonach ein vorhandener "Freisitz" (z.B. Balkon oder Terrasse) barrierefrei zu sein hat, wenn die Wohnung aufgrund dieses Paragraphen barrierefrei erreicht werden muss. In der Regel führen Fenstertüren zu einem Freisitz, die dann laut Begründung eine maximal zwei Zentimeter hohe Schwelle haben dürfen. Gleichzeitig bezeichnet die Begründung die Norm DIN 18040 als verbindlich, obwohl diese hierzu irrtümlich eine abweichende Festlegung trifft. 

Im Rahmen der Sitzung des Technischen Ausschusses am 24. September 2020 (Foto oben) haben VFF und Tischler Schreiner Deutschland dazu eine gemeinsame Stellungnahme erarbeitet und anschließend abgegeben. Darin heißt es: "Hinsichtlich des Zugangs zum Freisitz wie in der Begründung beschrieben, wird von einer maximal 2 Zentimeter hohen Schwelle ausgegangen. Gleichzeitig wird im ersten Abschnitt der Kommentierung von einer grundsätzlich verbindlichen DIN 18040 ausgegangen. Diese formuliert aber für den Freisitz „schwellenlos“ (vgl. DIN 18040-2 Abschnitt 5.6 in Verbindung mit 5.3.1.2 – „keine unteren Türanschläge oder Schwellen"). 

Da selbst "barrierefreie Fenstertüren" nie „schwellenlos“ sind, empfiehlt die Stellungnahme, eine Formulierung zur Schwellenhöhe zusätzlich in die neue Musterbauordnung zu übernehmen. Außerdem wird der Gesetzgeber darauf aufmerksam gemacht, dass die Anforderung nur mit zusätzlichen flankierenden, baulichen Maßnahmen wie einer Rinne, einer Überbauung und einer wasserunempfindlichen Oberfläche im angrenzenden Raum zu realisieren ist.

Steuerliche Förderung energetischer Sanierung Die Förderung nach Einkommensteuergesetz § 35c richtig nutzen

Noch im letztem Jahr wurde im Zuge der Klimaschutzgesetzgebung erstmals auch die Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen wie auch der Fenstertausch für private Eigenheimbesitzer beschlossen. Einfach und unbürokratisch kann der private Bauherr 20 Prozent seiner Investitionskosten verteilt auf drei Jahre von der Steuerschuld absetzen. Der VFF hat dazu ein kurzes Erklärvideo (hier = Bild oben) und einen eigenen Flyer zum Download (hier) veröffentlicht. 

Damit können Fensterbauer und Montagebetriebe den Endkunden gezielt beraten und eine mögliche Sanierung mit neuen Fenstern auch als Beitrag zum Klimaschutz verstärkt anbieten. Wichtig in diesem Zusammenhang ist aber nach aktueller Klarstellung durch das Finanzministerium, dass vorrangig die technischen Anforderungen nach § 1 der Ener­ge­ti­schen Sa­nie­rungs­maß­nah­men-Ver­ord­nung ESanMW eingehalten werden. So sind aktuell für Fenster, Balkon- und Terassentüren U-Werte von max. 0,95 W/m²K einzuhalten. Für die notwendige Fachunternehmerbescheinigung nach § 2 der ESanMW hat das Ministerium jetzt in einem Anwendungsschreiben präzisiert, dass nur Unternehmen, die in einem nach § 2 ESanMV aufgeführten zulassungspflichtigen Gewerk tätig sind, Fachunternehmerbescheinigungen ausstellen dürfen. Das heißt: Nur Betriebe, die in der Handwerksrolle zulassungspflichtig in der Regel mit Meisterpflicht eingetragen sind, können nach § 2 der ESanMW tätig werden.

Der VFF versucht schon seit Dezember 2019 diese „Meisterpflicht“ aus der Förderungsanforderung der ESanMW herauszubekommen. Die aktuellen Bemühungen des VFF werden hier intensiviert. Der Verband geht davon aus, dass im Zuge der anstehenden Überarbeitung der ESanMV bei Anpassung der BEG Förderrichtlinie zum Frühjahr 2021 erreicht werden kann, dass die „Meisterpflicht“ bei der Fachunternehmerbescheinigung entfällt.

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) Förderprogramm „Digital Jetzt“ für die Digitalisierung des Mittelstands

"Digitale Technologien und Know-how entscheiden in der heutigen Arbeits- und Wirtschaftswelt über die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Damit der Mittelstand die wirtschaftlichen Potenziale der Digitalisierung ausschöpfen kann, unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit dem Programm „Digital Jetzt – Investitionsförderung für KMU“. Das Programm bietet finanzielle Zuschüsse und soll Firmen dazu anregen, mehr in digitale Technologien sowie in die Qualifizierung ihrer Beschäftigten zu investieren." Diese Information und alles Weitere zu dem Förderprogramm finden Sie hier auf der Website des BMWi. 

BAU 2021 in München Jetzt als Hybridveranstaltung vom 13. bis 15. Januar 2021

Aufgrund der Corona-Pandemie haben Fachbeirat und Kuratorium der BAU am 30. September entschieden, die BAU 2021 als Hybridveranstaltung stattfinden zu lassen. In der Meldung heißt es: "Das hybride Format umfasst neben einer kompakten Ausstellungsfläche ein digitales Zusatzangebot vor allem für die Aussteller und Besucher, die aufgrund der Reisebeschränkungen nicht nach München kommen können." Zum veränderten BAU-Auftritt im Januar 2021 finden Sie alles Wesentliche hier.

Wenn Sie unseren e-Ticker in Zukunft regelmäßig erhalten möchten, schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an pr@window.de mit dem Betreff "Ticker-Verteiler".