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e-Ticker 11/2020

VFF e-Ticker 11/2020

VFF-Geschäftsführer Frank Lange: Ein Wort vorweg

Für weite Teile der Gesellschaft wird das Jahr 2020 ein Ausnahmejahr sein und hoffentlich bleiben. Mit der zweiten Corona-Welle im Herbst mussten wir alle erneut sehr viele einschränkende Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie umsetzen. Sicherlich - wir waren beim VFF besser vorbereitet als im Frühjahr, aber dennoch traf es uns stärker, als wir erwartet und erhofft hatten. Wir haben daher alle Veranstaltungen bis Ende März 2021 abgesagt, so auch den geplanten Parlamentarischen Abend. Festhalten werden wir an unserem Jahreskongress am 9. und 10. Juni 2021 in Berlin mit dann anschließendem Parlamentarischen Abend. Dieser Jahreskonkress soll nach den Vorstellung des neuen Präsidenten Helmut Meeth das Branchenevent des Jahres werden! 

Bei unserem Architektentag hatten wir noch bis Ende Oktober darauf gehofft, dass wir ihn wenigstens teilweise als Präsenzveranstaltung durchführen könnten. Doch schlussendlich saßen Veranstalter und Referenten am 12. November 2020 umgeben von Technik allein im Veranstaltungsraum, um von dort aus den Architektentag als reine Online-Veranstaltung durchzuführen. Mehr darüber erfahren Sie in diesem Ticker, der aufgrund der vielen unplanmäßigen Entwicklungen erst jetzt als Doppelausgabe 10/11-2020 erscheint.

Dass sich die Situation schon im nächsten Frühjahr entspannt, ist eine im Moment nur vage Hoffnung. Zuversichtlicher können wir dagegen auf den Frühsommer und den Rest des Jahres schauen, wenn die erwarteten Impfstoffe eine breitere Immunität der Gesellschaft erreichen helfen. 

Machen wir alle das Beste aus der Situation! Und bleiben Sie gesund!

Ihr Frank Lange
(Das Foto zeigt Frank Lange bei der Eröffnung des Architektentages)

Rückblick I: Erfolgreicher VFF-Architektentag

Mit über 300 angemeldeten Teilnehmern wurde der VFF-Architektentag am 12. November 2020 zu einem regelrechten „Online-Ereignis“, nachdem die ursprünglich vorgesehene Präsenzveranstaltung aufgrund der Corona-Lage kurzfristig auf Online umgestellt werden musste. Die Architektenveranstaltung vom Verband Fenster + Fassade (VFF) und der Fachzeitschrift Detail stand unter dem Motto „Neue Perspektiven für die Gebäudehülle: zukunftsweisend, innovativ und dynamisch“. Und die Referenten in den Räumen des Frankfurter re:mynd eastside, die kurzfristig in ein Übertragungsstudio umgebaut worden waren (Foto oben), konnten mit ihren beeindruckenden Präsentationen das „Fenster“ in die Welt der Innovationen rund um die Gebäudehülle weit aufmachen.Die Bewertung der Teilnehmer war durchweg positiv: „Die beste Online-Veranstaltung des Jahres!", lautete mehr als einmal das Feedback

Der VFF wird in Kürze für alle Teilnehmer der Veranstaltung einen Rückblick auf den Architektentag über einen Ticker-Akuell zusammenstellen, der auch Links zu den Video-Highlights der vier Vorträge zum nochmaligen Anschauen enthält.

Lesen die ausführliche Pressemeldung hier.

Rückblick II: VFF-Fachtagung Statistik und Markt mit besseren Zahlen als erwartet

Entgegen der Prognose vom Mai 2020 (minus 5,5 Prozent) wird der Fenstermarkt 2020 im Blick auf die Absatzzahlen um 0,5 Prozent auf 14,8 Millionen Fenstereinheiten (FE: 1,3 x 1,3 m) steigen. Das ist die Kernaussage der „Update“-Studie von VFF, BF, FVSB, pro-K zur Entwicklung des deutschen Fenstermarktes, die auf der Fachtagung „Statistik und Markt" des Verbandes Fenster + Fassade (VFF) am 20. Oktober 2020 präsentiert wurde. Und auch für 2021 wird nicht mit einem Markteinbruch gerechnet: Für den Fenstermarkt wird ein nur geringes Minus von 0,6 Prozent erwartet. „Die befürchteten Auswirkungen der Corona-Pandemie sind – Stand heute – nicht eingetreten“, erklärte Frank Lange, Geschäftsführer des VFF. „Allerdings hat es deutliche Verschiebungen innerhalb der einzelnen Segmente gegeben.“

Im Oktober 2020 hat der VFF unter seinen Mitgliedern eine Konjunkturumfrage durchgeführt. Die Ergebnisse stellen wir Ihnen im letzten Newsletter von 2020 im Dezember detailliert vor.

Die ausführliche Pressemeldung zur Fenstermarktprognose finden Sie hier

Rückblick III: Frank Lange beim Rosenheimer Online-Dialog

Um die Innovationsführerschaft in Deutschland ging es im Dialog zwischen VFF-Geschäftsführer Frank Lange (Mitte) und Prof. Jörn P. Lass, dem Institutsleiter des ift Rosenheim (rechts), moderiert von Manfred Stoff, dem Marketingleiter und Mitglied der Geschäftsleitung des ift Rosenheim, am 8. Oktober 2020.

In einem weiteren Block ging es um multifunktionale Fassaden. Um solche komplexen Fassaden erfolgreich zu realisieren, ohne unwirtschaftlich zu werden, müssen die vielfältigen technischen Anforderungen frühzeitig geplant, gesteuert und geprüft werden. Hier standen Michael Breckl-Stock, ift-Geschäftsbereichsleiter Prüfungen, und Christian Anders, Fassadenbauer und Obmann des Technischen Ausschusses vom VFF, Rede und Antwort.

Der Rosenheimer Online-Dialog, ein vom ift Rosenheim im Corona-Jahr 2020 neu entwickeltes digitales Format, feierte am 8. Oktober 2020 Premiere. Aus dem Aufnahmestudio des ift Rosenheim gingen für die rund 100 teilnehmenden Firmen sechs Livestreams zu unterschiedlichsten Themen „on air“. Eine Pressemeldung des ift dazu finden Sie hier.

Appell an die Bundesregierung: "Renovation Wave" zum Erfolg führen!

"Mit ihrem am 14. Oktober 2020 veröffentlichten Strategiepapier zur ´Renovation Wave` hat die EU-Kommission ein ambitioniertes Arbeitsprogramm vorgelegt. Sie betont dabei richtigerweise, dass die angestrebte Verdopplung der Bemühungen bei der energetischen Modernisierung des europäischen Gebäudebestands ein dreifacher Gewinn ist: für das Klima, für die Konjunktur, und für die Menschen in Europa, denen zeitgemäßer, zukunftssicherer und gesunder Wohnraum ermöglicht wird." So heißt es in einem Aufruf an die Bundesregierung unter dem Titel "EU Renovation Wave zum Erfolg führen – für Konjunktur und Klima" vom 10. November 2020. Der Aufruf (hier) von rund 50 Verbänden und Interessenvertretungen - darunter auch der VFF (siehe oben) - fordert eine stärkere Unterstützung der EU-Kommission durch die derzeitige deutsche EU-Ratspräsidentschaft. Weiterhin heißt es in dem Schreiben: "So sollten EU-Mittel zur Ergänzung und Weiterentwicklung deutscher Programme zur Bewältigung der pandemiebedingten Wirtschaftskrise eingesetzt werden, zum Beispiel durch:
o Ein Sonderprogramm für die energetische Modernisierung von Schulen, Sporthallen und anderen Gebäuden der öffentlichen Hand
o Einen Sonderfonds für die zielkompatible, sozialverträgliche Modernisierung von Mietshäusern in sozial benachteiligten Quartieren."

 

Online-Veranstaltung im Februar "European Window Summit" zur Renovation Wave

Wie wir schon in einem "Ticker aktuell" am 2. Novermber 2020 gemeldet haben, veranstaltet EuroWindoor am 24. Februar 2021 den "European Window Summit" zur Renovation Wave. Die Online-Veranstaltung von 9.00 bis 14.00 Uhr informiert in einer Reihe von Vorträgen in englischer Sprache über die im Rahmen des europäischen Green Deal angestoßene Renovierungswelle im Gebäudesektor – besonders im Blick auf den Beitrag von Fenstern zur Gestaltung dieser Renovierungswelle. Hier finden Sie zu Programm und Anmeldung.

Verbändeübergreifende Stellungnahme: Fachunternehmererklärung laut BEG

Zusammen mit der Repräsentanz Transparente Gebäudehülle RTG haben vier Fachverbände in einem Schreiben an das Bundeswirtschaftsministerium BMWI am 20. November 2020 Stellung zur geforderten Fachunternehmererklärung in der "Bundesförderung für effiziente Gebäude" (BEG) genommen. In dem Schreiben heißt es: 

"In den Technischen Mindestanforderungen zum Programm „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ – Einzelmaßnahmen ist uns aufgefallen, dass in §1.1.1. Nachweise einer Fachunternehmererklärung für Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle angeführt wird. Sollte dies einen Wechsel von der bisherigen Nachweisführung durch einen Energieeffizienz-Experten hin zu einer Fachunternehmererklärung implizieren, sehen wir die Notwendigkeit, die Gewerke Fensterbauer und Verarbeiter von Einblasdämmung ausdrücklich zu den Gewerken zu zählen, die diese Fachunternehmererklärung ausstellen dürfen."

In wenigen Wochen ist es soweit: Was beim Brexit für Bauprodukte zu beachten ist

Es gibt keine Verlängerung mehr. Ab dem 1. Januar 2021 ist das Vereinigte Königreich aus EU-Sicht europäisches Ausland. Noch ist nicht entschieden, ob es noch eine Vereinbarung zur rechtlichen Regelung der Beziehungen zwischen EU und dem Vereinigten Königreich kommt oder ob der Brexit nach der laufenden Übergangszeit „hart“ und ungeregelt eintritt. „Angesichts der nur noch kurzen Zeit für ein Abkommen müssen wir auf einen ungeregelten Brexit gefasst sein“, so der Geschäftsführer des Verbandes Fenster + Fassade (VFF) Frank Lange. „Und selbst, wenn kurzfristig noch ein Abkommen zustande kommt, sind eine Reihe rechtlicher Änderungen beispielsweise im Blick auf Steuer, Zoll und Zertifikate zu beachten. Darauf sollten alle Unternehmen unserer Branche, die mit dem Vereinigten Königreich geschäftliche Beziehungen pflegen, vorbereitet sein.“

Die ausführlichere Pressemeldung finden Sie hier.

Überarbeitete VFF-Information: Wer trägt die Kosten der Änderung technischer Regeln?

Der VFF hat seine Information über die Frage, wer die Kosten der Änderung technischer Regeln trägt, überarbeitet und für seine Mitglieder im internen Bereich (hier einloggen; dann Bereich "VFF-Publikationen") abgelegt: Wie der einleitende Absatz erläutert, geht es um Folgendes:

"Die Bauwirtschaft sieht sich täglich einer Flut neuer gesetzlicher Bestimmungen und technischer Regelwerke ausgesetzt, die zum Teil massiv die technischen Anforderungen an Produktion und Bauausführung verändern. Dem Auftragnehmer wird dabei abverlangt, jederzeit über umfassende Kenntnis der technischen Anforderungen an sein Gewerk zu verfügen, und diese bei Produktion wie Bauausführung umzusetzen. Hieraus resultierende Kosten wird er in der Regel in seine Preise einzukalkulieren haben. Was geschieht aber, wenn unvorhersehbar eine technische Regeländerung erst während der Bauausführung eintritt? Wer trägt hieraus entstehende Mehrkosten? Letztere Frage ist Gegenstand dieses Beitrages."

Information von SMNG: Rückzahlungsvereinbarung wegen Fortbildungskosten

Von Klaus Höflich, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht bei SMNG in Frankfurt am Main, haben wir den folgenden Text zum Thema "Rückzahlungsvereinbarung wegen Fortbildungskosten" erhalten:

Der Arbeitgeber hat in einem bestehenden Arbeitsverhältnis grundsätzlich ein Interesse daran, dass Arbeitnehmer sich fortbilden. Dies ist regelmäßig mit Kosten verbunden, wobei zwar der Arbeitgeber häufig bereit ist diese Kosten zu tragen, aber als Gegenleistung eine gewisse Bindung des Arbeitnehmers an sein Unternehmen und für den Fall eines früheren Ausscheidens regelmäßig auch die Rückzahlung von zumindest Teilen dieser Fortbildungskosten beabsichtigt wird.

Nach der gegenwärtigen BAG-Rechtsprechung sind individualvertragliche Vereinbarungen grundsätzlich zulässig, in denen sich ein Arbeitnehmer an den Kosten einer vom Arbeitgeber finanzierten Ausbildung beteiligt, soweit er vor Ablauf bestimmter Fristen aus dem Arbeitsverhältnis eigenverantwortlich ausscheidet. Bei arbeitsvertraglichen Rückzahlungsvereinbarungen über Fortbildungskosten handelt es sich aber regelmäßig um allgemeine Geschäftsbedingungen, da diese in Arbeitsverträgen enthalten sind oder mit Arbeitsverträgen in Zusammenhang stehen; deshalb unterliegen diese Regelwerke stets der Inhaltskontrolle nach § 305 ff. BGB, d.h. sie müssen klar und verständlich sein im Sinne des sogenannten Transparenzgebots gem. § 307 Abs. 1 S. 2 BGB und sind einer sog. Angemessenheitskontrolle an dem Maßstab der Generalklausel nach § 307 BGB zu unterziehen.

Infolgedessen wären derartige Regeln z.B. dann unangemessen, wenn der Verwender durch einseitige Vertragsgestaltung missbräuchlich Eigeninteressen auf Kosten seines Vertragspartners durchzusetzen versucht, ohne von vorneherein auch dessen Belange hinreichend zu berücksichtigen und ohne diesem einen angemessenen Ausgleich zu gewähren.

Hinzu kommt die Frage, welche konkrete Bindungsdauer bei welcher Lehrgangsdauer möglich ist; hier gilt nach der bisherigen Rechtsprechung zur Zeit folgendes:

- Bei einer Lehrgangsdauer bis zu einem Monat ist eine Bindungsdauer bis zu 6 Monaten zulässig (BAG vom 05.12.2002), bei einer Lehrgangsdauer bis zu zwei Monaten ist eine Bindungsdauer bis zu 12 Monaten zulässig (BAG vom 14.01.2009), bei einer Lehrgangsdauer bis zu 3-4 Monaten ist eine Bindungsdauer bis zu 24 Monaten zulässig (BAG vom 14.01.2009) und erst bei einer Lehrgangsdauer von 6-12 Monaten ist eine Bindungsdauer bis zu 36 Monaten zulässig (BAG vom 05.06.2007).

Somit ist die Bindungsdauer also von der Dauer des konkreten Lehrgangs abhängig.

Ausdrücklich hinzuweisen ist darauf, dass es sich bei den vorstehenden Ausführungen um grundsätzliche Vertragsparameter handelt, die im Einzelfall unter Berücksichtigung der konkreten Lehrgangsdauer und der damit verbundenen Vorteile für den Arbeitnehmer beurteilt werden müssen. Einzelfallbezogen können sich also stets Abweichungen ergeben, sodass im Ergebnis eine vermeintlich „gerichtsfeste“ Formulierung einer Rückzahlungsverpflichtung stets risikobehaftet ist; dies gilt es zu beachten.

Fazit:
Arbeitgeber und Arbeitnehmer können nach den vorstehenden Ausführungen vereinbaren, dass der Arbeitgeber die Fortbildungskosten für den Arbeitnehmer für konkrete Fortbildungsveranstaltungen übernimmt. Zu empfehlen ist dabei, dass die Parteien individuelle auf den jeweiligen Einzelfall zugeschnittene Vereinbarungen über die Fortbildungsveranstaltung und einer Kostentragungspflicht des Arbeitgebers sowie über die genaue Höhe der Fortbildungskosten schließen.

Geänderte Normen: Holz-Merkblätter zu den Themen Beschichtung, Holzschutz und Werterhaltung aktualisiert

Aufgrund geänderter Normen hat der Verband Fenster + Fassade (VFF) drei VFF-Merkblätter aus der Merkblattreihe für Holz geändert und am 24. September 2020 in der Sitzung des Technischen Ausschuss des VFF zur Veröffentlichung verabschiedet: Das Merkblatt HO.03: 2020-09 „Anforderungen an Beschichtungssysteme für die werksseitige Beschichtung von Holz- und Holz-Metall-Fenstern, -Haustüren und -Fassaden“ (Ersatz für HO.03/A1: 2016-09), das Merkblatt HO.11: 2020-09 „Holzschutz bei Holz- und Holz-Metall Fenstern, -Haustüren, -Fassaden und -Wintergärten“ (Ersatz für HO.11: 2018-08) sowie das Merkblatt HO.12: 2020-09 „Werterhaltungsmaßnahmen für Beschichtungen auf maßhaltigen Außenbauteilen aus Holz“ (Ersatz für HO.12: 2017-07). Die drei Merkblätter wurden in der VFF-Arbeitsgruppe „Holzbeschichtung“ in Zusammenarbeit mit zahlreichen Organisationen erarbeitet.

Die ausführliche Presseinformation finden Sie hier.

VFF-Arbeitsgruppe Holzbeschichtung: Propiconazol für Holzschutz unerlässlich

Die VFF-Arbeitsgruppe Holzbeschichtung hat EuroWindoor für ein Positionspapier (hier) zum Thema Propiconazol in Holzschutzmitteln zugearbeitet. Das Papier bezieht sich auf die im nächsten Jahr auslaufende EU-Zulassung von bioziden Holzschutzmitteln, die z.B. für direkt bewittertes Holz bei geringer natürlicher Dauerhaftigkeit erforderlich sind, und fordert, den Einsatz von Propiconazol weiterhin zu erlauben. Das Papier begründet diese Forderung damit, dass derzeit die Verwendung von Propiconazol noch alternativlos ist, weil keine entsprechenden Ersatzstoffe vorliegen.

SCIP-Datenbank für „besonders besorgniserregende Stoffe“: Ab dem 5. Januar 2021 müssen auch Fensterbauer Daten übermitteln

Die europäische Datenbank SCIP (Substances of Concern In Products) sammelt die Informationen über besorgniserregende Stoffe in Erzeugnissen als solchen oder in komplexen Gegenständen (Produkten). Diese Datenbank wurde gemäß der Abfallrahmenrichtlinie eingerichtet. Ab dem 5. Januar 2021 müssen alle Erzeugnisse oder Produkte, die besonders besorgniserregende Stoffe enthalten, der SCIP-Datenbank der Europäischen Chemikalienagentur gemeldet werden. 

Maßgeblich für die Meldepflicht ist ein Gewichtsanteil von >0,1 Prozent solcher Stoffe (SVHCs  = „substances of very high concern“). Hierbei sind Informationen auch dann in die Datenbank einzugeben, wenn der maximale Gewichtsanteil von 0,1% besorgniserregender Stoffe nicht im gesamten Produkt (z.B. Fenster, Tür), sondern nur in einer einzelnen Komponente/Vorprodukt (z.B. Profil oder Beschlagsteil) vorkommt. Enthält eine Komponente SVHC-Substanzen in der entsprechenden Menge, ist in jedem Fall der Vorlieferant verpflichtet, den Verarbeiter über solche Inhaltsstoffe zu informieren, was z.B. auf dem Lieferschein stehen kann. Der Hersteller braucht diese Information nicht zu erfragen. 

Die VFF-Arbeitsgruppe „Nachhaltigkeit und gefährliche Substanzen“ verfolgt die politischen Entwicklungen in diesem Bereich gemeinsam mit Experten aus anderen Ländern unter Regie des europäischen Branchenverbandes EuroWindoor und befürwortet die Grundidee, auf besorgniserregende Stoffe hinzuweisen. Früh wurde jedoch erkannt, dass vor Einführung derartiger Regelungen auf besondere Eigenarten der Branche Rücksicht genommen werden muss, da sonst der entstehende Aufwand den möglichen Nutzen nicht mehr rechtfertigen kann. Zunächst sind Fenster komplexe Produkte aus mehreren Komponenten mit teils langer Lieferkette. Weiterhin sind sie keine einheitlichen Massenprodukte, sondern auf Maß gefertigt. Diese Flexibilität zur Erfüllung von Kundenwünschen erschwert im Endeffekt jedoch die Datenbankeintragung. 

Die Einigkeit der internationalen Branchenvertreter in diesem Punkt mündete zuletzt im September in dem EuroWindoor-Positionspapier „SCIP database for construction products like windows, doors and curtain walling“ (hier). Dieses wurde an politische Akteure auf EU- und Bundesebene verteilt, um auf Unzulänglichkeiten des bis dahin im Raum stehenden Konzeptes hinzuweisen. In diesem Positionspapier wird u.a. vorgeschlagen, für Bauprodukte wie Fenster, Türen und Fassaden generische Daten in die SCIP-Datenbank einzugeben, die ausreichende und verlässliche Informationen darstellen. Den neuesten Stand der Anforderungen für SCIP-Notifizierungen prüfen derzeit die EuroWindoor-Experten um festzustellen, in welcher Form die Branchenteilnehmer letzten Endes ab dem 5. Januar 2021 Informationen zu ihren Produkten zu hinterlegen haben. Der VFF wird seine Mitglieder rechtzeitig in einer Mitgliederinformation über die für die Branche relevanten finalen Vorgaben informieren.

Vater des VFF-Marketings: Peter Albers ist am 10. Oktober 2020 gestorben

Peter Albers, Seniorchef der Aldra Fenster und Türen GmbH aus Meldorf in Schleswig-Holstein, ist am 10. Oktober 2020 gestorben. Zeit seines Berufslebens und darüber hinaus hat Peter Albers (hier auf einem Foto im Jahr 2015) maßgeblich die Entwicklung und insbesondere die Marketing-Aktivitäten des Verbandes Fenster + Fassade (VFF) geprägt. Aufgrund seiner herzlichen, optimistischen und weltoffenen Persönlichkeit genoss Peter Albers Sympathie und Respekt gleichermaßen im Verband und in der ganzen Branche. „In unserem Verband werden wir Peter Albers nicht nur ein ehrendes Andenken bewahren. Sein grundlegender Beitrag zum Marketing ist uns eine Verpflichtung, diese Arbeit erfolgreich weiterzuführen“, erklärt Frank Lange, Geschäftsführer des VFF.

Die Pressemeldung des VFF zum Tod von Peter Albers finden Sie hier.

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