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13|03|2013

Aktuelle Konjunkturumfrage des VFF: Ordentlicher Jahresabschluss für 2012

Frankfurt. Die wirtschaftliche Lage in der Fenster- und Fassadenbranche war 2012 im Vergleich zum Vorjahr recht ordentlich. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Konjunkturumfrage des Verbandes Fenster + Fassade (VFF) unter den Verbandsmitgliedern. „Bei Fenstern ist die Lage nach wie vor stabil. Gleiches gilt für den Türensektor. Im Fassadenbereich verzeichnen wir ausgewogene Werte über alle Rahmenmaterialien hinweg. Die Lage bei den Wintergärten ist weiter etwas angespannt. Die Unternehmen melden überwiegend gleichbleibende und leicht schlechter werdende Umsätze im Vergleich zum Vorjahr“, fasst Ulrich Tschorn, Geschäftsführer des VFF, die Ergebnisse zusammen.

Von den befragten Firmen berichteten im Gesamtergebnis 47 Prozent von gleichbleibenden Umsätzen in 2012 im Vergleich zum Vorjahr. Bei der Umfrage 2011 waren es 43 Prozent. 32 Prozent (Umfrage 2011: 44 Prozent) melden eine Verbesserung und rund 21 Prozent (Umfrage 2011: 13 Prozent) eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation. „Das ist ein ordentliches Ergebnis, da im Jahr 2011 der Winter recht mild ausfiel und das Jahr insgesamt positiv verlief“, so Tschorn. Recht unterschiedliche Werte weist die Angebotsnachfrage auf, die gleichwohl auf ein ordentliches erstes Halbjahr 2013 hoffen lässt: Im Gesamtergebnis gaben 42 Prozent an, die Lage 2012 sei mit der des Vorjahres vergleichbar gewesen. Von Zuwächsen berichteten gute 38 Prozent der Unternehmen, schlechter lief es für 20 Prozent. Hinsichtlich der Rahmenmaterialien überwiegt bei Holz mit 42 Prozent eine gleichbleibende Nachfrage – ebenso wie bei Metall, wo 46 Prozent der Firmen von einer stabilen Nachfrage berichten. Zuwächse gibt es bei Holz-Metall und Kunststoff: Hier melden 38 bzw. 56 Prozent der Unternehmen Zuwächse bei der Angebotsnachfrage. 

Positive Umsatzlage bei Fenstern und Türen

Im Fenstersektor ist der Trend nach wie vor positiv. Beim Rahmenmaterial Kunststoff melden 56 Prozent der Unternehmen steigende Umsätze. Ebenfalls ordentlich sieht es bei Holz-Metall aus: Hier melden 30 Prozent der Befragten bessere Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Nicht mehr ganz so stabil zeigen sich die Umsätze im Holzbereich: 41 Prozent melden gleichbleibende und 34 Prozent schlechtere Umsätze. Nur 24 Prozent der Unternehmen sind besser unterwegs als 2011. Bei Metall ist die Lage ebenfalls durchwachsen. 45 Prozent der Unternehmen melden gleichbleibende, 24 Prozent bessere und 31 Prozent schlechtere Umsätze. Eine positive Entwicklung verzeichnet der Bereich Haustüren besonders in den Bereichen Metall und Kunststoff. Bei Holz vermelden 23 Prozent, bei Holz-Metall 33 Prozent, bei Metall 43 Prozent und bei Kunststoff sehr gute 58 Prozent bessere Umsätze als 2011. 

Fassaden bieten ein ausgewogenes Bild

Weiterhin sehr ausgeglichenen stellt sich die Lage bei den Fassadenkonstruktionen dar. Während der Holz-Bereich mit 92 Prozent gleichbleibenden und keinen besseren Umsätzen als absolut stabil zu bewerten ist, gibt sich das Rahmenmaterial Holz-Metall mit 64 Prozent gleichbleibenden Umsätzen, 29 Prozent besseren und nur 7 Prozent schlechteren Ergebnissen recht positiv. „Kombinationen aus edlem Holz und pflegeleichtem Metall sind – auf niedrigem Gesamtniveau –  auch weiterhin gefragt“, so Tschorn. Recht ausgeglichen geben sich Fassadenkonstruktionen aus Metall, die einen Großteil des Gesamtmarktes abbilden: 35 Prozent melden schlechtere, 50 Prozent gleichbleibende und 15 Prozent bessere Umsätze als 2011. 

Wintergärten im Rückwärtsgang

Der Bereich Wintergärten legt bereits seit längerem den Rückwärtsgang ein. „In diesem Bereich überwiegen die gleichbleibenden sowie leicht zurückgehende Umsätze, wobei sich Metall noch am stabilsten zeigt“, so Tschorn. Es sei eine Steigerung der Nachfrage nach qualitativ besonders hochwertigen Wintergärten zu verzeichnen. Außerdem setze sich der Trend hin zu überdachten Pergolen oder Sommergärten fort, die ohne besondere Dämmeigenschaften vom Frühjahr bis zum Herbst helfen, die angenehmen Tage im Freien zu verlängern.  

Fenster sind eine sichere Investition

„Für das Jahr 2013 sind wir optimistisch. Die Leute investieren ihr Geld angesichts der anhaltenden und noch nicht ausgestandenen Eurokrise und der Turbulenzen am Weltmarkt auch weiterhin in bleibende Werte“, bekräftigt Tschorn. „Die Produkte unserer Branche sind langlebige, komfortable, sichere und energieeffiziente Investitionsgüter, bei denen das Geld gut angelegt ist. Durch die erreichte Energieeinsparung wird die Verzinsung der ausgegebenen Summe ersetzt.“  

Zur Branche: In Deutschland gibt es laut einer Studie des VFF aus dem Jahr 2011 rund 6.700 Fensterbaubetriebe mit etwa 100.000 Beschäftigten. Die Unternehmen erwirtschaften danach pro Jahr etwa 9,5 Milliarden Euro. Dazu kommen noch die vielen Betriebe und Mitarbeiter der Zulieferindustrie aus den Bereichen Beschlag, Kunststoff- und Metallprofile, Holz, Glas, Dichtungen und weiteres Zubehör: Inklusive aller wesentlichen vor- und nachgelagerten Industriezweige arbeiten rund 300.000 Mitarbeiter in rund 58.000 Betrieben in der deutschen Fenster- und Fassadenbranche. Sie erwirtschaften pro Jahr insgesamt rund 34 Milliarden Euro.  

Anhang: Charts zur Mitgliederbefragung als JPEG. 

Weitere Informationen:Alles Wissenswerte über Fenster + Fassade unter www.window.de.

 

 

13|03|2013

Bild 1: Umsatz: Vergleich 2012, 2011, 2010

Bild 2: Angebotslage: Vergleich 2012, 2011, 2010

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