Der Weg zum RAL Gütezeichen für Produkte

Der Weg zum RAL Gütezeichen für Produkte

Als Qualitätszeichen geht das RAL-Gütezeichen weit über die CE-Kennzeichnung hinaus.

Grundlagen der RAL Gütesicherung sind unsere Güte- und Prüfbestimmungen "RAL-GZ 695" inklusive der Durchführungsbestimmungen und Gütezeichensatzungen sowie die Vereinssatzung. Die Einhaltung dieser besonderen Güte gemäß Güte- und Prüfbestimmungen wird durch eine Erstüberwachung festgestellt sowie danach durch eine stetige Eigen- und Fremdüberwachung gewährleistet. Durchgeführt werden diese Überwachungen von den Güteprüfern des ift Rosenheim, Institut für Fenstertechnik e.V. Ergänzend informieren wir unsere Mitglieder kontinuierlich mit Newslettern, Fachseminaren und Technischen Merkblättern über den neuesten Stand von Technik und Entwicklung bei der Gütesicherung. Ist die Erfüllung der strengen Güte- und Prüfbestimmungen durch das ift testiert, vergibt die Gütegemeinschaft das jeweilige RAL Gütezeichen an den Hersteller oder Montagebetrieb und veröffentlicht die Liste der Herstellerbetriebe, die das Gütezeichen führen dürfen. 

Hier finden Sie eine tabellarische Auflistung zu den RAL Gütezeichen-Anforderungen an einen Betrieb:

1. Antrag auf Mitgliedschaft in der Gütegemeinschaft

  • Erhebungsbogen ausfüllen

2. Mustersystembeschreibung/en für die in die RAL Gütesicherung aufzunehmenden Produkte / Produktfamilien ausfüllen

  • vorhandene Prüfzeugnisse hinzufügen – sofern nicht vom ift

3. Ausbildung eines Güteverantwortlichen bei der Gütegemeinschaft

4. Ausbildung eines Montageverantwortlichen bei der Gütegemeinschaft

  • Einreichung von definierten Montagedetails

5. Erstbesuch durch einen Auditor des ift

  • Einweisung in die Eigenüberwachung und den Ablauf der RAL Gütesicherung
  • Baustellenabnahme (einmalig)
  • Besichtigung und Überprüfung der vorhandenen Prüfeinrichtungen
      • Luft- Wind- Wasserprüfstand vor Ort oder mit einem vergleichbaren Zugang
      • Eckenbruchprüfgerät für Kunststoffprodukte
      • Wasserlagerung, Rohdichtenmessgerät, Feuchtemessgerät für Holzprodukte
      • Zugfestigkeitsprüfgerät, Gitterschnittmesser für ALU/Metallprodukt

6. Erster Regelbesuch durch einen Auditor des ift

7. Übersendung des/der Eignungsnachweise/s für die gütegesicherten Produkte/Produktfamilien (3 Jahre gültig – Verlängerung möglich)

8. Zusendung der Gütezeichenurkunde für die Fertigung/en

9. Zusendung der Gütezeichenurkunde für die Montage

Die tabellarische Auflistung zu den RAL Gütezeichen-Anforderungen an einen Betrieb finden Sie als Download (pdf-Dokument) hier.

     

Das Stufenkonzept

Das Stufenmodell ermöglicht den erleichterten Einstieg in die Qualitätssicherung mit dem ift Rosenheim.

Es bietet den Herstellern die Möglichkeit, sich Schritt für Schritt zu entwickeln.

Hersteller können je nach Zielmarkt, Kundenstruktur und Anforderungen zwischen den Stufen auswählen und unterscheiden.

Das Stufenmodell ermöglicht den Herstellern die Auswahl der Produkte/ Systeme, welche zertifiziert werden sollen.

Die Einbindung von bereits existierenden Gütesicherungen und Zertifizierungen für die Vormaterialien ist möglich (z.B. RAL GZ 716, RAL GZ 607-1, ift-Q-Zert, RAL GZ 520 etc.).

Durch einen inhaltlich abgestimmten Aufbau ist der Weg zum RAL-Gütezeichen einfacher möglich.

Anforderungen an Fenster, Haustüren, Fassaden und Wintergärten (Auszug aus der RAL-GZ 695)

Die Güte- und Prüfbestimmungen (RAL-GZ 695) gelten für Fenster, Haustüren, Fassaden und Wintergärten/Glasdachkonstruktionen. Diese Güte- und Prüfbestimmungen legen materialunabhängige und materialspezifische Leistungsmerkmale für die Bauprodukte fest und regeln die gütebestimmenden Anforderungen zur Sicherstellung der Gebrauchstauglichkeit unter der Voraussetzung der vom Hersteller vorgeschriebenen Wartung, Pflege und Instandhaltung.

Diese Güte- und Prüfbestimmungen legen weiterhin Anforderungen hinsichtlich der Montage der nachfolgend genannten Bauprodukte fest.

Sie gelten für:

  • Fenster und Fenstertüren einschließlich etwaiger Zargen zum Einbau in senkrechte Wände oder in geneigte Dächer (Dachflächenfenster) sowie daraus zusammengesetzte Elemente aus zwei oder mehr Fenstern,
  • Haustüren einschließlich etwaiger Zargen zum Einbau in senkrechte Wände mit verschiedenen Öffnungsarten und Teilungen mit oder ohne Oberlichtern und Seitenteilen,
  • Wintergärten/Glasdachkonstruktionen (mit Standsicherheitsnachweis),
  • Fassaden (Vorhangfassaden),
  • gütegesicherte Bauprodukte

Es sind sowohl die Anforderungen des allgemeinen Teils als auch die des zugehörigen materialspezifischen Anhangs einzuhalten. Die komplette RAL-GZ 695 für Fenster, Fassaden, Haustüren und Wintergärten können Sie in unserem Shop bestellen.

Anforderungen an Vorprodukte

Die Qualitätskette der Gütesicherung beginnt bei den Vorprodukten und endet mit der Montage der Bauelemente.

Ein RAL gütegesichertes Fenster (als Beispiel für alle Produkte) besteht aus verschiedenen Komponenten wie Glas, Rahmen, Beschlag und Dichtungen. Zu den einzelnen Vormaterialien sind Anforderungen an deren Qualität und Beschaffenheit gefordert. Für Glas, Beschläge und Kunststoffrahmenprofile werden diese Anforderungen über eine eigene RAL Gütesicherung (oder eine vergleichbare Zertifizierung) geregelt. Für die anderen Vormaterialien wie Holzkanteln, Lacke oder Metallprofile hat der gütegesicherte Fensterhersteller mit seiner Wareneingangskontrolle und festgelegten Beschaffenheitstests für eine gleichbleibende Qualität zu sorgen.

Grundsätze für Gütezeichen

Hier finden Sie eine Broschüre mit grundlegende Informationen zu ''Grundsätze für RAL Gütezeichen''.