
Verband der Fenster- und Fassadenhersteller e.V.
Jahreskongress der Fensterverbände in Brüssel
Europäische Aktivitäten der Fensterverbände
Mehr als 80 Prozent aller rechtlichen Vorgaben für die Fenster- und Fassadenbranche kommen aus Brüssel. Hier werden die Richtlinien und Normen erarbeitet und verabschiedet, die anschließend im EU-Raum in nationale Regelungen umgesetzt werden müssen. Auf dem Jahreskongress in Brüssel stellte VFF-Europaexperte Frank Koos die europäischen Aktivitäten der Fensterverbände vor.
Als gemeinsame europäische Interessenvertretung vertritt seit 1999 EuroWindoor die Branche mit ihren insgesamt über eine Million Beschäftigten in Europa. Zu den Verbänden, die sich zu EuroWindoor zusammengeschlossen haben, gehören FAECF für Metall, EPW für Kunststoff, FEMIB für Holz und seit 2003 UEMV für Glas. Der deutsche Verband ist in fast allen europäischen Branchenverbänden in Schlüsselpositionen vertreten. Zu den aktuellen Entwicklungen nimmt EuroWindoor in zumeist ausführlichen Positionspapieren Stellung.
Für Energiesparen und Energieeffizienz im Bau ist in Europa seit 2002 die Europäische Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden EPBD in Kraft. Sie formuliert die Vorgaben für die Energieeinsparverordnung in Deutschland. Die Anforderungen an Bauprodukte werden zur Zeit noch von der Bauproduktenrichtlinie von 1988 geregelt. Diese Richtlinie "zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften" soll nach Vorschlag der Europäischen Kommission von der Bauproduktenverordnung abgelöst. Die Bauproduktenverordnung soll die Bauproduktenrichtlinie fortschreiben und vor allem Nachhaltigkeit und Umweltschutz stärker als bisher in die Regelungen einbinden. Dazu zählt auch die Reglementierung gefährlicher Substanzen.
Zu diesen und weiteren Regelungen hat EuroWindoor Stellungnahmen abgegeben, in denen die europäischen Verbände beispielsweise fordern, dass für Fenster und Fassaden neben dem Wärmedurchgangswert unter anderem auch solare Gewinne, Sonnenschutz und Lüftung sowie die Nutzung des Tageslichts mit einbezogen werden.
Diese Beispiele europäischer Interessenvertretung verdeutlichen, wie wichtig ein gemeinsam abgestimmtes, einheitliches Vorgehen der Fenster- und Fassadenbranche in Europa ist, so Frank Koos in Brüssel. Die europäischen Verbände sichern nicht nur Einfluss, sondern haben auch die Aufgabe, wie ein Frühwarnsystems auf zukünftige Entwicklungen aufmerksam zu machen.
(05/09)
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