Verband der Fenster- und Fassadenhersteller e.V.

Energieeinsparverordnung erhöht wärmetechnische Anforderungen an Baukörperanschlüsse für Fenster / Verband der Fenster- und Fassadenhersteller und Institut für Fenstertechnik dokumentieren neue Anforderungen / Neues Merkblatt ergänzt Leitfaden zur Montage

FRANKFURT, 23. Januar 2002. Mit einem neuen Merkblatt reagiert der Verband der Fenster- und Fassadenhersteller e.V. auf die erhöhten wärmetechnischen Anforderungen an Baukörperanschlüsse durch die Energieeinsparverordnung (EnEV), die am 1. Februar in Kraft tritt. Das vom Institut für Fenstertechnik (ift) in Rosenheim erarbeitete Merkblatt ES.03 erläutert ausführlich die technischen Möglichkeiten eines energieeffizienten Fenstereinbaus sowie die rechnerischen Verfahren zur Bestimmung der Wärmeverluste. Das Merkblatt ergänzt den Leitfaden zur Montage der RAL-Gütegemeinschaften Fenster und Haustüren.

Mit der durch die EnEV geforderten Verbesserung des Wärmeschutzes bekommt der Wärmeverlust über Wärmebrücken einen erhöhten Stellenwert. Soweit Wärmebrücken nicht vermieden werden können, müssen sie nun bei der Energiebilanzierung berücksichtigt werden. Bei Wärmebrücken, die in der Regel im Bereich der Bauteilanschlüsse entstehen, ist nicht nur der Wärmeverlust zu beachten, sondern auch die Bildung von Tauwasser und Schimmelpilzen. Verhindert werden kann dies nur durch Sicherung einer Mindestoberflächentemperatur im Bereich der Bauteilanschlüsse.

Das Merkblatt erläutert zunächst den Temperaturfaktor, der zur Bestimmung der Mindestoberflächentemperatur notwendig ist. Für die EnEV besonders relevant wird der "längenbezogene Wärmedurchgangskoeffizient", der Psi-Wert. Ohne besonderen Nachweis wird nach der EnEV bei Wärmebrücken ein pauschaler Zuschlag auf den Wärmedurchgangskoeffizienten angesetzt. Dieser Zuschlag halbiert sich bei Nachweis von Detailkonstruktionen zur Sicherung einer Mindestoberflächentemperatur nach DIN 4108 Bbl. 2. Eine weitere Reduzierung des Zuschlags kann durch einen detaillierten rechnerischen Nachweis optimierter Wärmebrücken erreicht werden. Dass sich die Optimierung der Bauteilanschlüsse auch finanziell lohnt, zeigen Berechnungen zur Einsparung von Heizenergie.

Im Hauptteil beschäftigt sich das Merkblatt mit einer breiten Palette verschiedener Ausführungsbeispiele, unterschieden nach Rahmenmaterial und Außenwandtypen wie monolithischer Außenwand, außengedämmter Außenwand und verschiedenen Formen kerngedämmter Außenwände. Auch auf die besondere Problematik von Wärmebrücken bei Altbauten geht das Merkblatt ein.

Das Merkblatt ist in Zusammenarbeit mit den Handwerksverbänden entstanden.

Das Merkblatt wird auch als CD-ROM angeboten. Die in Zusammenarbeit mit der Fa. Sommer Informatik erstellte CD bietet nicht nur die Zeichnungen in CAD-verwendbarem Format, sondern auch ein Demoprogramm "Win ISO Wandanschluss". Dieses Programm, das die Beurteilung seitlicher Wandanschlüsse durch den PC ermöglicht, kann nach Erwerb einer Lizenz bei Sommer Informatik zur Vollversion freigeschaltet werden. Das Bestellformular für das Programm ist ebenfalls auf der CD enthalten.

Das 61-seitige Merkblatt (davon 21 Seiten DINA3) ist zum Preis von 10,- Euro und die CD-ROM zum Preis von 5,- Euro beim Verband erhältlich und kann über den Online-Shop (window.einkaufsmall.de) bezogen werden. Verbandsmitglieder erhalten ein Exemplar kostenlos.

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Nähere InformationenVerband der Fenster- und Fassadenhersteller e.V.Walter-Kolb-Str. 1-7, D-60594 Frankfurt / M., Tel.: 069-95 50 54 0, Fax: 069-95 50 54 11, vff@window.de. Pressekontakt: Dr. Mignat PR, Dr. Peter Christian Lang , Am Hexenpfad 11, 63450 Hanau, Tel.: 06181-50791 0, Fax: 06181-50791 11 pr@mignat.de

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