Verband der Fenster- und Fassadenhersteller e.V.

Neues Merkblatt HO.10 vom Verband der Fenster- und FassadenherstellerWetterschutzschiene an Holzfenstern

FRANKFURT, 27. Mai 2004. Mit einem neuen Merkblatt ?Wetterschutzschiene an Holzfenstern? (HO.10) schließt der Verband der Fenster und Fassadenhersteller eine Lücke in den Normen und Regelwerken. Das Merkblatt legt dazu die Anforderungen an die Funktion und Konstruktion der heutzutage bei Holzfenstern üblichen Wetterschutzschienen fest. Weitere Themen des Merkblatts sind die Anschlussausbildung, Montage und Tauwasser­minimierung bei Fenstern mit Wetterschutzschiene sowie Sonderkonstruktionen. Holzfenster sind heute durchweg mit Wetterschutzschienen ausgerüstet. Um anfallendes Wasser möglichst unmittelbar und kontrolliert wieder nach außen abzuführen sowie kapillare Wasseraufnahme zu vermeiden, müssen diese Fenster bestimmte Konstruktionsbedingungen erfüllen. Dazu gehören der Stegabstand Außenseite ? Innenseite, die Tiefe der Wasserkammer, der Abstand und die Größe der Entwässerungsöffnungen sowie der Überstand von eventuell verwendeten Blendrahmenabdeckungen. Bei fachgerechter Konstruktion und Montage von Wetterschutz­schienen kann die Funktion und Gebrauchstauglichkeit von Holzfenstern dauerhaft sichergestellt werden. Auch zum Anschluss der Wetterschutzschiene an die umgebenden Bauteile gibt das Merkblatt wichtige Informationen. Insbesondere müssen Nischen in der Eckausbildung vermieden werden, über die Wasser in die Konstruktion eindringen kann. Solche Nischen können sogar trotz ?normgerechter? Konstruktionen nach DIN 68121 entstehen. Endkappen sind fachgerecht einzudichten, um auch hier möglichst das Eindringen von Wasser zu vermeiden. Zu empfehlen ist jedoch die kappenfreie, ausgeklinkte, offene Ausführung des sichtbaren äußeren Anschlusses der Wetterschutzschiene mit einem Abstand von mindestens 1 mm zwischen dem Ende der Schiene und dem aufrechten Blendrahmen. Bei der Montage der Wetterschutzschienen ist besonders auf eine korrekte Positionierung und Befestigung zu achten. Werden die Wetterschutzschienen verschraubt, sollte korrosionsgeschütztes Material verwendet werden. Die Schrauben müssen eventuell abgedichtet werden. Die Gefahr der Tauwasserbildung, die bei der Wetterschutzschiene wie jeder anderen Wärmebrücke besteht, lässt sich mit thermisch getrennten Wetterschutzschienen vermindern. Eine zusätzliche Überschlagsdichtung am Flügel kann weiterhin das Eindringen feuchter Innenraumluft in den Falzraum verhindern. Bei Sonderkonstruktionen mit erhöhten Anforderungen an Einbruchhemmung, Schallschutz oder Feuerhemmung können die Anforderungen der EnEV relativiert sein. Weitere Sonder­anforderungen können etwa bei Wetterschutz­schienen an Fenster­türen oder im Bereich barrierefreien Bauens gestellt werden. Bei den so genannten Stilregenschienen - Wetterschutzschienen mit aufgesetzten Holzprofilen - ist der Anschluss des Holzprofils an das Aluminiumprofil entweder ausreichend zu hinterlüften oder kapillarfugenfrei auszuführen. An dem Merkblatt mitgewirkt haben neben dem Institut für Fenstertechnik, Rosenheim (ift) auch der Bundesverband Holz- und Kunststoff (BHKH), die Initiative ProHolzfenster sowie namhafte Herstellerfirmen von Wetterschutzschienen-Systemen. Das Merkblatt wird also sowohl von der Anbieter- als auch von der An­wenderseite getragen. Das VFF-Merkblatt ist als Leseprobe unter www.window.de einzusehen und kann über vff@window.de bestellt werden. Die Schutzgebühr für das Merkblatt beträgt 6,00 Euro. Mitglieder des Verbandes erhalten ein Exemplar kostenlos.

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Nähere Informationen:
Verband der Fenster- und Fassadenhersteller e.V.
Walter-Kolb-Straße 1-7, D-60594 Frankfurt / M.,
Tel.: 069-955054 0, Fax: 069-955054 11
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Dr. Mignat PR, Dr. Peter Christian Lang, Am Hexenpfad 11,
D-63450 Hanau, Tel.: 06181-50791 0, Fax: 06181-50791 11
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