VFF Pressekonferenz auf der BAU: Europäischer Fenstermarktstudie des VFF

Europäische Fenstermarktstudie des VFF


Große Unterschiede bei Rahmenmaterialien

Europäische Ländergruppen und nationale Fensterkulturen


MÜNCHEN, 18. JANUAR 2011. Eine neue Studie stellt die Entwicklung des Fenster- und Fassadenmarktes in 32 europäischen Ländern im Detail vor. Erstellt wurde die Studie des Verbandes Fenster + Fassade (VFF) unter Mitarbeit von Prof. Dr. Dirk Hass vom Künzelsauer Institut für Marketing (KIM). Der VFF hat dazu Daten beispielsweise von nationalen Fensterverbänden und anderen nationalen und europäischen Institutionen erhoben und ausgewertet.

Neben Ländergrunddaten wie Bruttoinlandsprodukt und Wohneigentumsquote enthält die Studie für jedes Land Daten zum Modernisierungsmarkt mit Gebäude- und Wohnungsbestand, zur Bautätigkeit mit Bauanträgen und Baufertigstellungen sowie zum Fenstermarkt mit einer Reihe von Expertenschätzungen. "Mit diesen vier Datenblöcken haben wir eine gemeinsame Grundlage, um die Einzelmärkte in Europa zu beschreiben und zu vergleichen sowie den europäischen Markt insgesamt darzustellen", erklärte Prof. Dr. Dirk Hass.

Drei große europäische Marktgruppen

In der Studie werden drei europäische Ländergruppen unterschieden: Die 27 EU-Staaten, die östlichen Nachbarn Russland und Ukraine sowie die übrigen Nachbarn Norwegen, Schweiz und Türkei. Von den 125,8 Millionen Fenstereinheiten, die für Europa 2010 prognostiziert werden, entfallen 75,0 Millionen auf die 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. 19,8 Millionen Fenstereinheiten werden in Norwegen, der Schweiz und der Türkei abgesetzt, 31 Millionen in Russland und der Ukraine. Die EU-Länder haben damit einen Anteil von 59,6 Prozent am europäischen Fenstermarkt, die Gruppe Norwegen, Schweiz und Türkei von 15,7 Prozent sowie die Gruppe Russland und Ukraine von 24,7 Prozent. „Die europäischen Länder, die nicht Mitglied der EU sind, erreichen einen Marktanteil von über 40 Prozent. Diese Fenstermärkte sollten stärker beachtet werden. Denn einerseits ergeben sich hier Chancen für exportorientierte Fenster- und Fassadenbauer und ihre Systempartner. Andererseits sollten wir uns bemühen, dass diese Länder unsere Normen und Standards übernehmen", so Ulrich Tschorn, Geschäftsführer des Verbandes Fenster + Fassade.


Rahmenanteile wenig verändert:
Kunststoff vor Aluminium, Holz und Holz-Metall


Die Rahmenanteile bilden das zweite Differenzierungskriterium der Studie. Der Anteil der einzelnen Rahmenmaterialien hat sich von 2008 zu 2009 nur geringfügig geändert: Kunststoff ging von 58 auf 56 Prozent zurück, Aluminium blieb unverändert bei 22 Prozent, Holz verbesserte sich von 17 auf 18 Prozent, und Holz-Metall steigerte sich von 3 auf 4 Prozent.

Diese europaweiten Zahlen verdecken allerdings große Unterschiede in den nationalen Fensterkulturen, die sich in den Rahmenmaterialien am deutlichsten zeigen. In den skandinavischen Ländern dominiert nach wie vor Holz, in West-, Zentral- und Osteuropa dagegen Kunststoff. Ungewöhnlich hohe Aluminiumanteile gibt es in Italien, dort besonders im Süden, und vor allem auf der Iberischen Halbinsel. In Norwegen, Schweden und Finnland beträgt der Holzanteil über 70 Prozent. In Russland, Polen und der Türkei liegt der Kunststoffanteil dagegen über 70 Prozent. Und im spanischen Fenstermarkt hält Aluminium wiederum einen Anteil von 70 Prozent und in Italien von 37 Prozent. Bemerkenswert ist auch der Holz-Aluminium-Anteil von 27 Prozent in der Schweiz. Wobei im Durchschnitt der Aluminiumanteil in Europa insgesamt weniger „kulturell“ bedingt ist als der Anteil der anderen Materialien. Denn der Markt für Aluminiumfenster und –fassaden spiegelt auch die Stärke des gewerblichen und öffentlichen Bauens im Gesamtmarkt.

Die Studie zum europäischen Fenstermarkt umfasst 229 Seiten und ist beim VFF unter vff@window.de zum Preis von 3.500 Euro erhältlich. VFF-Mitglieder können die Studie zu einem Vorzugspreis beziehen.

Die Pressemitteilung als download finden Sie auf unserer Startseite www.window.de.


Nähere Informationen:

Verband  Fenster + Fassade
Walter-Kolb-Straße1-7, 60594 Frankfurt,

Tel.: 069-95 50 54 0, Fax: 069-95 50 54 11,
vff@window.de
www.window.de

Dr. Mignat PR, Dr. Jochen Mignat, Am Hexenpfad 11,
63450 Hanau, Tel. 069-50791-0, pr@mignat.de

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